Altfahrzeugrichtlinie

Kurzbeschreibung

Die Altfahrzeugrichtlinie stellt eine Ergänzung zum allgemeinen Abfallbewirtschaftungsrecht der EU dar. Sie enthält den Rahmen für einen ordnungsgemäßen Umgang mit Altfahrzeugen EU-weit.

Hintergrund

Die Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. September 2000 über Altfahrzeuge wurde von der Europäischen Kommission erlassen, da innerhalb der Gemeinschaft große Mengen an Altfahrzeugen anfallen, die ordnungsgemäß entsorgt werden müssen.

Zweck und Ziele

Die Richtlinie soll zu einer Harmonisierung der Maßnahmen bezüglich Altfahrzeugen in den einzelnen Mitgliedsstaaten führen.

Die übergeordneten Ziele dieser Richtlinie sind der Schutz, die Erhaltung und die Qualitätsverbesserung der Umwelt durch eine Reduktion der Belastung durch Altfahrzeuge und durch Energieeinsparungen sowie eine Stärkung des europäischen Binnenmarktes um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Maßnahmen und Highlights

  • Vorranging zielen die Maßnahmen auf die Vermeidung von Fahrzeugabfällen, die Wiederverwendung sowie das Recycling und andere Verwertungsformen ab (Richtlinie 200/53/EG, Artikel 1)
  • Beschaffung von Daten über Altfahrzeuge im Rahmen von Berichterstattung der Mitgliedstaten (Richtlinie 200/53/EG, Artikel 9)
  • Fahrzeughersteller in die Verantwortung ziehen
  • Rücknahmesysteme für Altfahrzeuge und Abfall-Altteile (sofern technisch umsetzbar) stärken
  • Wiederverwendung und -verwertung soll wo immer möglich durchgeführt werden. Seit 1. Januar 2015 muss die Wiederverwendung und -verwertung bei allen Altfahrzeugen bei mindestens 95 Prozent des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts pro Jahr liegen (Richtlinie 200/53/EG, Artikel 7, 2b)
  • Überprüfung der Durchführung der Maßnahmen in den Mitgliedsstaaten seitens der Kommission

Richtlinie 2000/53/EG

 

In Kraft seit 21. Oktober 2000

Zuständige Behörde

Europäische Kommission