Ökodesignrichtlinie

Kurzbeschreibung

Die Richtlinie schafft einen Rahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte.

Hintergrund

Bei den meisten energieverbrauchsrelevanten Produkten besteht erhebliches Verbesserungspotenzial im Hinblick auf eine Reduktion der Umweltauswirkungen sowie der Energieeinsparpotenziale. Die Richtlinie soll vor allem die Harmonisierung des rechtlichen Rahmens für den europäischen Binnenmarkt für diese Produkte schaffen, damit fairer und freier Wettbewerb für alle Mitgliedstaaten gleichermaßen gilt. Mit der Richtlinie 2009/125/EG wurde die Richtlinie 2005/32/EG deutlich verschärft, vor allem die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Pro­dukte wurde erheblich geändert.

Zweck und Ziele

Die Ökodesignrichtlinie hat den Zweck einen einheitlichen Rahmen für EU-weite Anforderungen an das Design energieverbrauchsrelevanter Produkte zu schaffen.

Die Minderung der Umweltbelastungen von Produkten über den gesamten Lebensweg durch verbessertes Produktdesign sowie der freie Warenverkehr im europäischen Binnenmarkt für den Ökodesign-Anforderungen gerecht werdenden Produkten sind Ziele der Richtlinie.

Maßnahmen und Highlights

  • Artikel 5 hält fest, dass alle Produkte vor Inverkehrbringen mit einer CE-Kennzeichnung* versehen werden müssen und eine EG-Konformität geprüft und ausgestellt werden muss (weitere Details in Anhang III und VI).
  • Eine Aufklärung der VerbraucherInnen soll gemäß Artikel 14 der Richtlinie erfolgen. Demnach sind Herstellerunternehmen dazu verpflichtet, über die Rolle der VerbraucherIn bei einer nachhaltigen Nutzung des Produktes, über das ökologische Profil des Produktes und über die Vorteile der Anwendung des Ökodesigns bei dem entsprechenden Produkt zu informieren.

* (CE = Conformité Européenne, auf Deutsch: "Europäische Konformität“)

Richtlinie 2009/125/EG

 

In Kraft seit 21. Oktober 2009

Zuständige Behörde

Europäisches Parlament & Rat