Abfallvermeidungsprogramm

Kurzbeschreibung

Das Abfallvermeidungsprogramm beinhaltet eine Analyse verschiedener Maßnahmen zur Abfallvermeidung. Dabei werden Erzeugnisse entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet und Ansätze diskutiert, die unterschiedliche Lebenszyklusstufen berücksichtigen, um Empfehlungen und konkrete Instrumente, die positive Wirkungen erzielen, zu nennen. Das Abfallvermeidungsprogramm fokussiert wesentliche Kriterien des Abfallvermeidungspotentials, ökologische Auswirkungen sowie ökonomische und soziale Kriterien bei der Analyse.

Hintergrund

Mit dem Abfallvermeidungsprogramm wurden erstmalig systematische und umfassende Ansätze zur Abfallvermeidung von der Regierung erfasst. Das Programm wurde in Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern erarbeitet und fördert den Austausch zur Abfallvermeidung zwischen allen Instanzen des föderalen Systems. Es setzt die Vorgaben des § 33 Abs. 3 KrWG um.

Zweck und Ziele

Das Abfallvermeidungsprogramm bezweckt die Förderung von Abfallvermeidung und damit die Erreichung einer Entkopplung der Umweltauswirkungen ausgehend von der Abfallerzeugung von der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Förderung der Wiederverwendung, die verbesserte Vermeidung von Lebensmittelabfällen, die verstärkte Berücksichtigung abfallvermeidender Aspekte in Unternehmen und die Steigerung der Nutzungsintensität von Produkten.

Maßnahmen und Highlights

Oberste Priorität in dem Programm erhält die fünfstufige Abfallhierarchie (KrWG). Als grundsätzliche Ansätze werden im Abfallvermeidungsprogramm die Bereiche Information und Sensibilisierung sowie Forschung und Entwicklung genannt. Darüber hinaus verfolgt das Programm aber auch folgende Ansätze:

  • Förderung von EU-weiter Forschung im Sinne der Ökodesign-Richtlinie
  • Förderung von Strukturen zur Wiederverwendung oder Mehrfachnutzung von Produkten und Reparaturzentren
  • Förderung der Prinzipien einer Sharing Economy
  • Konzertierte Aktionen und Vereinbarungen zwischen öffentlichen Einrichtungen und Industrie oder Handel, um Lebensmittelabfälle, die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehen, zu vermindern
  • Erstellung von praxistauglichen Arbeitshilfen für Vergabestellen zur verstärkten Berücksichtigung von Ressourceneffizienz- und Abfallvermeidungsaspekten (z.B. Eco-Labels wie der Blaue Engel)

 

In Kraft seit 31. Juli 2013 

Zuständige Behörde

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)