Chemisches Recycling - Positionspapier bietet Einordnung

Verunreinigte Joghurtbecher oder mehrfachbeschichtete Folien – für das Recycling sind gemischte Kunststoffarten noch immer eine Herausforderung: Chemisches Recycling, d. h. die chemische Spaltung und Aufbereitung der Kunststoffe, bietet hier einen vielversprechenden Ansatz für die Circular Economy. Das nun veröffentlichte Positionspapier gibt eine Einordnung.

Symbolbild mit Reagenzgläsern gefüllt mit bunten Flüssigkeiten und Recyclingsymbol als Pressefoto zum Diskussionspapier Chemisches Kunststoffrecycling.
IN4climate.NRW

Zur Umsetzung der Ziele des eruopäischen Green Deals müssen Stoffkreisläufe für einen effizienten Ressourceneinsatz weiter geschlossen werden. Für Kunststoffe bedeutet das, dass statt Erdöl und Erdgas als Kohlenstoffquelle für die Produktion zu nutzen, Alternativen erschlossen werden müssen: Der in den Kunststoffen enthaltene Kohlenstoff sollte möglichst lange in einem Kunststoffkreislauf gehalten, d. h. wiederverwertet werden.

Für sortenreine Kunsstoffabfälle bietet das mechanische Recycling bereits gute Lösungen. Jedoch steht gerade die Kreislaufführung von gemischten und verunreinigten Kunststoffen noch vor Herausforderungen: Mechanisches Recycling funktioniert nicht und mit Blick auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist Verbrennung, d. h. die thermische Verwertung, keine Lösung.

Chemisches Recycling kann hier ansetzen und helfen, den Bedarf von fossilen Rohstoffen für die Kunststoffindustrie schrittweise auf null zu reduzieren, indem die Kohlenstoffe aus Plastik & Co im Kreislauf gehalten werden. Das von IN4climate.NRW erarbeitete Positionspapier gibt eine Übersicht und Einordnung zum aktuellen Stand der Technologien, den Chancen sowie eine Einschätzung zu noch bestehenden Hürden wie der fehlenden Marktreife und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Inhaltlich mitgetragen wird das Positionspapier von den IN4climate.NRW-Partnerunternehmen BASF, Lanxess, Rain Carbon, RHM, Shell und Solvay sowie dem Forschungsinstitut Fraunhofer UMSICHT innerhalb des wissenschaftlichen Kompetenzzentrums SCI4climate.NRW. Ebenso unterstützt wird das Papier vom Recyclingdienstleister Remondis.

Positionspapier