Grüner Strom durch Bürger-Windenergieanlagen

Bisher sind in Deutschland Windenergieanlagen an Land installiert, die fast 42.000 Megawatt an Leistung erzeugen. Um die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2050 zu erreichen, muss der Windstromanteil von heute 13,4 Prozent an der Gesamtstromerzeugung noch deutlich erhöht werden. Neben dem Ausbau der Offshore-Windkraft, ist dafür auch der Zubau von vielen tausend neuen Windkraftanlagen an Land erforderlich. Der Bau neuer Windkraftanlagen führt schon heute zu vielen streitigen Diskussionen, die man am besten durch die Einbeziehung der Bürger und Flächenanlieger angeht, um letztendlich zu einvernehmlichen Lösungen zu gelangen.

Die SL Naturenergie GmbH in Gladbeck praktiziert diese Vorgehensweise in Nordrhein Westfalen seit über 15 Jahren und hat in dieser Zeit über 83 Windkraftprojekte und 30 Photovoltaikanlagen erfolgreich realisiert. Das Unternehmen tritt dabei als Projektierer, Bauherr und auch als Betreiber von Windkraftanlagen auf und verfolgt das strategische Unternehmensziel, die regionalen Akteure, von den Bürgern, Grundstückseigentümern, Gemeinden bis hin zu lokalen Dienstleistern, stets in ihre Projekte einzubinden. Die Bürger können sich dabei als Mitgesellschafter (Kommanditisten) oder in Form von partiarischen Darlehen an den Windpark-Gesellschaften beteiligen.

Als weitere Innovation wurde Ende 2012 die SL Naturenergie Stiftung gegründet, an die die Windkraft-Betreibergesellschaften jährlich nach vertraglicher Vereinbarung mindestens 0,5 Prozent der Erträge abführen sollen. Die Stiftung fördert damit gemeinnützige Projekte in den jeweiligen Standortgemeinden, wobei die Gemeindevertreter über die Mittelverwendung mitentscheiden können. Mit Hilfe von Partnern bietet die SL Naturenergie inzwischen auch den Bezug von Ökostrom an, damit Anwohner und Anleger die Möglichkeit haben, den in ihren Windparks produzierten Strom zu beziehen.

Eine deutsch-französische Studentengruppe besuchte SL Naturenergie im Februar 2016 und informierte sich über den Stand der Technik, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und über den Entwicklungsstand in den europäischen Nachbarländern. Beim anschließenden Besuch einer modernen Windkraftanlage im Ruhrgebiet, wurden den Studenten die Rahmenbedingungen hinsichtlich Anwohner,- Natur- und Artenschutz erläutert.