Energielösungen für große Chemieparks

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemie-Verbundstandorte in Europa mit insgesamt 13 nationalen und internationalen Unternehmen und 100 Produktionsanlagen. Mehrere Kraftwerke versorgen den Chemiepark mit Strom und Dampf nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Der Chemiepark Marl ist der größte Produktionsstandort von Evonik Industries. Neben Evonik, seinen Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind zwölf weitere nationale und internationale Unternehmen im Chemiepark Marl angesiedelt. Sie beschäftigen insgesamt rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Gelände erstreckt sich über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern – eine gewachsene, chemietypische Infrastruktur. Die rund 100 Produktionsanlagen stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund. Mehrere Kraftwerke versorgen den Chemiepark Marl mit Strom und Dampf in Kraft-Wärme-Kopplung, das heißt, dass die Abwärme aus der Stromerzeugung für Produktionszwecke genutzt wird. Mit diesem ressourceneffizienten und umweltschonenden Energieverbund, der gleichzeitig hochflexibel reagieren kann, ist der Chemiepark Marl auch für die Anforderungen der Energiewende gerüstet. Derzeit wird im Chemiepark Marl ein hochmodernes Gas- und Dampfturbinen (GuD) Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 60 Megawatt gebaut, für das später ein älterer kohlebefeuerter Kraftwerksblock stillgelegt werden kann. Dadurch wird eine Einsparung von 280.000 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht.