Energieautonomie für die Kläranlage Emscher-Mitte in Bottrop

Die Emschergenossenschaft wird die Kläranlage in Bottrop zu einem Hybridkraftwerk ausbauen. Neben der energetischen Optimierung bestehender Energieerzeugungsanlagen sollen Anlagen zur solarthermischen Energienutzung und zur Stromerzeugung durch Windkraft, Wasserkraft und Photovoltaik errichtet werden.

Vom Klärwerk zum Kraftwerk - Planung und Bau des Hybridkraftwerkes EmscherKläranlagen sind in Deutschland mit durchschnittlich 20 % Anteil der größte Stromverbraucher in einer Stadt, sie verbrauchen mehr als alle Schulen oder Krankenhäuser. Auch die Emschergenossenschaft und der Lippeverband beziehen bei einem Gesamtstromverbrauch von über  200 Mio. kWh/a noch ca. 55-60 % des Stromes von externen Energieversorgern. Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zur Energieautonomie von Abwasseranlagen durch vernetzte Strukturen will die Emschergenossenschaft das Klärwerk Emscher-Mitte in Bottrop zu einem Hybrid-Kraftwerk entwickeln, mit dem letztlich ein energieautarker Betrieb der Kläranlage erreicht werden kann. Durch verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien soll eine Einsparung von 70.000 t/Jahr CO2 erreicht werden. Wichtige Einzelschritte sind dabei die energetische Optimierung bestehender Energieerzeugungsanlagen eine thermo-solare Klärschlammtrocknung und zusätzliche Energieerzeugung durch eine Windkraftanlage, Wasserkraftanlage und Photovoltaik. Beim Besuch der Kläranlage in Bottrop durch eine Studentengruppe wird die Emschergenossenschaft über den Stand der Arbeiten zum Umbau und Ausbau der Kläranlage zu einem Hybridkraftwerk berichten.